Zimt - Staffel 2, Band 2 - Zwischen den Welten geküsst by Bach Dagmar

Zimt - Staffel 2, Band 2 - Zwischen den Welten geküsst by Bach Dagmar

Autor:Bach, Dagmar [Bach, Dagmar]
Die sprache: deu
Format: epub
Herausgeber: FISCHER Kinder- und Jugendbuch E-Books
veröffentlicht: 2022-11-29T00:00:00+00:00


13.

Am nächsten Tag war der Zimtschneckengeruch zurück. Es war Sonntag, und diesmal war mein Parallel-Ich an der Reihe, in mein lesendes, auf das Bett gekuscheltes Ich zu schlüpfen. Ich wiederum stand plötzlich im Wald – und zwar wortwörtlich.

»Champ, kommst du her! Neeeiiin, du musst nicht jeden Vogel anbellen, lass das!!!«

Ich drehte mich in die Richtung, aus der die Stimme kam.

»Scheint ja schon viel besser zu klappen mit ihm.«

Konstantin stöhnte und zerrte an der Leine, weil Champ offenbar einen sehr interessanten Geruch im frisch gepflügten Feld auf der anderen Seite des Weges am Waldrand gewittert hatte.

»Er ist erst sieben Monate alt. Laut meinen Parallel-Eltern geht er in die Hundeschule, aber ich wage zu bezweifeln, dass das überhaupt was bringt. Sitz!«

Champ hechelte Konstantin inbrünstig an und setzte sich sogar − für zwei Sekunden, ehe er schwanzwedelnd wieder aufstand und ihm mit seinen großen Pfoten braune Abdrücke auf den hellen Sneakern hinterließ.

Ich tätschelte ihm den Kopf, und er begann entzückt zu grunzen.

»Wir sind offenbar schon Freunde geworden«, meinte ich und beugte mich zu ihm, um ihn ausführlich hinter den Ohren zu kraulen.

»Du und der Hund oder du und ich?«

Ich richtete mich wieder auf und sah Konstantin an.

Er trug ein schwarzes T-Shirt, Shorts und Laufschuhe, und seine Augen funkelten hier im Halbschatten so unglaublich blau, dass ich einen Moment länger hinstarrte als sonst. Schnell wandte ich den Blick ab und blickte an mir herunter: Lauftights, T-Shirt, ebenfalls Laufschuhe.

»Ob sie sich verabredet haben? Oder meinst du, sie haben sich zufällig getroffen?« Ich schaute mich um. Fast befürchtete ich, dass hinter dem nächsten Baum meine Parallel-Schwester hervorkommen würde. Nicht weil ich sie nicht gerne gesehen hätte, sondern weil es mit ihr womöglich wieder zu Spannungen gekommen wäre.

»Wir scheinen allein zu sein«, sagte Konstantin in meine Gedanken hinein, und ich atmete erleichtert aus.

»Hey.« Er drängelte sich an Champ vorbei und hob vorsichtig mit dem Finger mein Kinn an, damit ich ihn ansah. »Lass uns das hier genießen, okay? Niemand ist hier, der uns beobachtet. Hier sind nur du und ich.«

Meine Blicke flogen ein letztes Mal nach links und nach rechts den Waldweg entlang – und weil wirklich niemand zu sehen war, schlang ich ganz schnell meine Arme um Konstantins Taille und drückte ihn an mich.

»Ich hab dich vermisst«, murmelte er an meinem Nacken, so dass sich die Härchen an meiner Haut aufstellten. »Wie kommt es eigentlich, dass wir gerade so wenig Zeit zu zweit verbringen?«

»Keine Ahnung«, nuschelte ich in seine Halsbeuge, und zu meiner größten Genugtuung spürte ich, dass auch er erschauerte.

»Lass uns einfach mal die Handys ignorieren. Ich will ausnahmsweise nicht wissen, was die beiden in unserer Abwesenheit machen.«

»Ob sie sich nähergekommen sind?«

»Mir egal, solange ich dir endlich mal wieder näherkomme.«

»Uh, das war jetzt – kitschig.«

»Ich weiß«, gluckste mein Freund, hauchte mir noch einen Kuss in den Nacken und löste sich von mir.

»Lass uns mit Champ ein bisschen spazieren gehen.«

Champ, der zumindest auf seinen Namen sehr gut zu hören schien, bellte zur Bestätigung, und Konstantin nahm meine Hand. »Lust auf ein bisschen Trimm-dich-Pfad?«

Er deutete auf ein



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